Viele Frauen greifen morgens zu Zitronenwasser, weil es mehr Energie verspricht.
Doch hilft es wirklich gegen Müdigkeit – oder liegt die Ursache für dein Morgentief ganz woanders?
Zitronenwasser am Morgen gilt für viele als einfacher Gesundheits-Trick: Es soll Energie geben, den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem stärken. Also keine morgendliche Müdigkeit, keine Erschöpfung gleich nach dem Aufstehen mehr.
Stimmt das?
Auch mir wurde das immer wieder empfohlen – vor allem von meiner Nichte. Also habe ich beschlossen, es selbst auszuprobieren.
Mein Ziel war klar:
👉 mehr Energie am Morgen.

Der perfekte Zeitpunkt war ein Urlaub in Italien, in Neapel. In unserem Apartment standen Zitronenbäume im Garten – frischer ging es kaum.
Also habe ich morgens frisch gepresste Zitronen genommen und den Saft mit Wasser verdünnt getrunken.
Nach etwa fünf bis sechs Tagen merkte ich: Mein Magen macht nicht mehr mit.
Ich bekam Magenschmerzen.
Als ich das Zitronenwasser wieder abgesetzt habe, waren die Beschwerden weg.
Mein erstes Fazit:
So, wie ich es gemacht habe, war es für meinen Magen einfach zu stark.
Ich habe meine Erfahrung auf Facebook geteilt – und sofort kamen unzählige Ratschläge:
– Zitronensaft müsse immer frisch gepresst sein
– man solle weniger Zitronensaft nehmen
– besser im Tee als in Wasser
– oder gleich Zitronenöl verwenden
Also habe ich weiter getestet.
Statt Wasser habe ich Zitronensaft in Tee gemischt.
Doch auch hier: Nach vier bis fünf Tagen bekam ich wieder Magenschmerzen.
Damit war für mich klar:
👉 Zitronensaft – egal ob in Wasser oder Tee – funktioniert für mich nicht.
Dann wurde mir Zitronenöl empfohlen.
Und hier wurde ich richtig skeptisch.
Denn ich fand:
– Zitronenöl für Duftlampen
– Zitronenöl als Lebensmittel
– Zitronenöl als Nahrungsergänzung
Aber niemand konnte mir eine klare Dosierung nennen.
Ein Tropfen? Ein Milliliter? Zehn Tropfen?
Und: Ein Tropfen ist nicht dasselbe wie ein Milliliter.
Diese Unsicherheit hat mich davon abgehalten, Zitronenöl wirklich konsequent zu testen.
Ich habe das Thema auch mit meinem Arzt und meinem Zahnarzt besprochen. Meinen Zahnarzt deswegen, weil ich empfindliche Zähne habe und mal las, dass Säure die Zähne angreifen soll.
Die wichtigste Aussage war:
Zitronensaft – pur oder nur schwach verdünnt – greift den Zahnschmelz an.
Außerdem solltest du nach Zitronenwasser mindestens eine Stunde lang nicht die Zähne putzen, weil du sonst die Säure regelrecht in den Zahnschmelz einarbeitest.
Mein Arzt meinte, wenn mein Magen schon nach knapp einer Woche rebelliert und das sofort wieder aufhört, nachdem ich das Zitronenwasser weggelassen hatte, sollte ich auf das Zitronenwasser verzichten.
Er meinte sogar, das sei nur ein Hype, der bald wieder verschwinden würde.
Vor allem weil ich nicht die einzige wäre mit Magenproblemen.
Das war für mich ein weiterer Grund, vorsichtig zu bleiben.
Seit etwa zwei Monaten nehme ich morgens Vitamin C als Pulver in lauwarmem Tee.
Nach dem Frühstück, wenn ich etwas im Magen habe.
Das Ergebnis:
– keine Magenschmerzen
– keine Zahnbeschwerden
– ich war in dieser Zeit nicht krank
Ob das allein am Vitamin C liegt, kann ich natürlich nicht beweisen.
Aber für mich persönlich scheint diese Variante besser zu funktionieren als Zitronenwasser.
Ich habe mich zusätzlich noch genauer über Zitronenöl informiert.
Dabei bin ich auf folgende Punkte gestoßen:
– Auch Zitronenöl kann den Zahnschmelz angreifen
– Auch hier sollte man danach nicht sofort die Zähne putzen
– Die Dosierung ist oft unklar
– Viele Empfehlungen widersprechen sich
Das bestätigt meinen Eindruck:
Zitronenöl ist kein harmloses Hausmittel, sondern sollte sehr vorsichtig eingesetzt werden.
Ich habe Zitronenwasser, Zitronensaft im Tee und Zitronenöl getestet
Zitronensaft hat bei mir nach wenigen Tagen Magenprobleme verursacht
Zitronenöl war mir wegen Dosierung und Risiken zu unsicher
Vitamin-C-Pulver im Tee funktioniert für mich gut
Zitronenwasser ist nicht für jeden geeignet. Zumindest nicht für mich.
Meine Zitronenwasser-Challenge hatte ein klares Ziel:
Mehr Energie am Morgen.
Mein persönliches Ergebnis:
✔ Zitronensaft in Wasser: nicht vertragen
✔ Zitronensaft im Tee: nicht vertragen
✔ Zitronenöl: zu unsicher
✔ Vitamin-C-Pulver: funktioniert für mich gut
Was du daraus mitnehmen kannst:
👉 Zitronenwasser ist nicht für jeden geeignet
👉 Bei empfindlichem Magen kann es schnell zu viel werden
👉 Zitronensaft kann die Zähne angreifen
👉 Trends solltest du nicht blind übernehmen, sondern selbst testen
Wenn du Zitronenwasser ausprobieren willst:
– stark verdünnen
– nicht heiß trinken
– Mund danach mit Wasser ausspülen
– 30–60 Minuten mit dem Zähneputzen warten
– bei Beschwerden sofort pausieren
Wenn es für dich nicht funktioniert, ist das kein Scheitern –
sondern ein Zeichen, dass dein Körper dir etwas sagt.
Das hängt vom Menschen ab. Viele vertragen es gut, andere reagieren mit Magen- oder Zahnproblemen. Es ist kein Muss für Gesundheit oder Energie.
Menschen mit empfindlichem Magen, Sodbrennen oder empfindlichen Zähnen sollten vorsichtig sein oder Alternativen testen.
Diese Zitronenwasser-Challenge hat mir vor allem eines gezeigt:
Nicht alles, was überall empfohlen wird, passt auch zu jedem Körper.
Ich bin froh, dass ich es ausprobiert habe – und genauso froh, dass ich ehrlich hingeschaut habe, als es mir nicht gut damit ging. Heute weiß ich besser, was mir morgens Energie gibt und was eben nicht.
Wenn du überlegst, Zitronenwasser auszuprobieren, dann nimm diesen Artikel nicht als Anleitung, sondern als Einladung:
Teste achtsam, hör auf deinen Körper und erlaube dir, etwas wieder loszulassen, wenn es dir nicht bekommt.
Denn echte Gesundheit beginnt nicht mit einem Trend,
sondern mit dem Vertrauen in die eigenen Wahrnehmungen.
Deine Anna
Dieser Artikel beschreibt meine persönlichen Erfahrungen und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du ärztlichen Rat einholen.
ÜBER DEN AUTOR

Anna Kammerer
Ich beschäftige mich mit Morgenroutinen – aber nicht mit denen, die aus To-do-Listen, Selbstoptimierung oder frühem Aufstehen um jeden Preis bestehen.
Mich interessieren keine 5-Uhr-Morgen, keine perfekten Abläufe und keine Routinen, die zusätzlichen Druck erzeugen.
Mich interessiert, was morgens wirklich guttut – ohne Stress, ohne Zwang und ohne das Gefühl, schon vor dem Frühstück hinterherzuhinken.
In meinen Artikeln teile ich persönliche Erfahrungen, kleine Selbsttests und ehrliche Beobachtungen aus dem Alltag. Nicht als Anleitung, sondern als Einladung: Dinge auszuprobieren, wieder loszulassen und den eigenen Rhythmus ernst zu nehmen.
Ich schreibe für Menschen, die ihren Morgen nicht „optimieren“ wollen, sondern ihn entlasten möchten.
Für alle, die sanfter in den Tag starten wollen – auf eine Weise, die sich leicht anfühlt und langfristig tragbar ist.
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© 2025 Anna Kammerer
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